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06.01.2010

Migration im Film: Tagung der Gender Studies, 8./9. Januar 2010

"Identitäten in Bewegung. Migration im Film", 08./09. Januar 2010.
Universität Zürich, Hauptgebäude, KO 2-F-152, Rämistrasse 71, 8001 Zürich.
Tagung der Gender Studies der Universität Zürich für Nachwuchswissenschaftler/innen, Doktorand/innen und Postdoctorand/innen.

In den letzten Jahren sind eine Reihe von Spielfilmen, Dokumentarfilmen und künstlerischen Videos entstanden, die sich mit dem Thema Migration beschäftigen. Dabei geraten gesellschaftliche und politische Konstruktionen des Eigenen und des Fremden wie auch die Frage nach möglichen Dekonstruktionen von Identitätszuschreibungen ins Blickfeld. Neben der prekären sozialen Stellung, politischen Verfolgung und Diskriminierung von Auswandernden und Flüchtlingen im Herkunftsland werden Versuche des Neubeginns und Konflikte in der neuen Gesellschaft thematisiert. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Entstehung transkultureller Räume. Neue Formen künstlerischen und politischen Ausdrucks werden ebenso in den Blick genommen wie individuelle Lebensentwürfe.

Im Zentrum der filmischen Inszenierung des Themas Migration steht oft die Auseinandersetzung mit Weltanschauungen, Religionen, sowie Feindbildern, Stereotypisierungen, gesellschaftlichen Marginalisierungen oder familiären Problemen. Darüber hinaus werden Prozesse des Aushandelns kultureller und sozialer Grenzen, die Schaffung von Subkulturen und Hybridisierung thematisiert. Ein wichtiger Aspekt, der sich durch die Auseinandersetzung mit nahezu allen Themen zieht, ist die Kategorie Geschlecht. Filme wie „Persepolis“ von Marjane Satrapi oder „Gegen die Wand“ von Fatih Akin beispielsweise beschäftigen sich unter anderem mit geschlechtsspezifischen Formen der Marginalisierung, Diskriminierung und Gewalt wie auch Versuchen zu deren Kritik.

Der interdisziplinär ausgerichtete Workshop möchte Nachwuchswissenschaftler/innen, Doktorand/inn/en und Postdoktorand/inn/en verschiedener Fachrichtungen die Möglichkeit geben, Forschungs- und Denkansätze zum Thema „Migration im Film“ zu präsentieren. Ergänzt wird der Workshop durch einen Filmabend mit Diskussion. Die Vorträge können sich mit dem Thema Migration im zeitgenössischen Spielfilm und in Videoarbeiten der Gegenwartskunst beschäftigen. Ein weiteres Thema bildet die Beschäftigung mit der Darstellung von Migration und Migrant/inn/en in älteren Spielfilmen, Dokumentarfilmen und künstlerischen Videos. Dabei soll die Frage nach medialen Formen der Inszenierung von Identitätszuschreibungen und/oder deren Dekonstruktion im Zentrum stehen. Zu fragen ist, inwiefern sich das Medium Film besonders zu Konstruktionen „des Fremden“ aber auch der Kritik an Identitätszuschreibungen, Stereotypisierungen und Feindbildern eignet und welche Formen der Inszenierung hierfür zur Verfügung standen und stehen.

Wissenschaftliche Konzeption: Bettina Dennerlein, Elke Frietsch, Hamid Hosravi

Juliane Schiel

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