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Social Protest and Political Change: Evidence from (South-) East Asia’s Newly Democratized States

Doktorandin: Linda Maduz, M.A.
Finanzierung: UFSP Asien und Europa/Humer-Stiftung für akademische Nachwuchskräfte
Geplante Projektdauer: September 2009 – August 2012
Promotionskommission: Prof. Dr. Katharina Michaelowa, Institut für Politikwissenschaft/UFSP Asien und Europa; Prof. Dr. Sven Trakulhun, UFSP Asien und Europa; Prof. Dr. Hanspeter Kriesi, Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich
Forschungsfeld: Normen und Ordnungen

Abstract

Projektbild Maduz
WHO / J. L. Ray
Der politische Umsturz in mehreren arabischen Ländern ist ein aktuelles Beispiel für die Macht der Strasse und die Anfälligkeit autoritärer Regime auf den Druck von unten. Die Ereignisse stellen Politiker wie Wissenschaftler vor die Frage, welche Rolle Protestbewegungen in der Politikgestaltung im Allgemeinen, aber insbesondere während eines Demokratisierungsprozesses zukommt. Die Literatur hebt für gewöhnlich die Rolle von politischen Eliten hervor, die den politischen Transitionsprozess aushandeln und dadurch massgeblich bestimmen (O'Donnell & Schmitter 1986). Protestbewegungen werden hingegen als passive Elemente des Prozesses gesehen, die von den Eliten mobilisiert und wieder demobilisiert werden können. Das vorliegende Dissertationsprojekt möchte die Demokratisierungsliteratur, die ihren Fokus bisher eng auf die Elite gerichtet hielt, mit Erkenntnissen aus der Forschung zu sozialen Bewegungen ergänzen und Protestbewegungen als selbstständige Akteure im Transitionsprozess etablieren. Als empirische Grundlage dafür dient die Erfahrung verschiedener „newly democratized countries“ in (Süd-)Ostasien. Auf der Basis eines Datensatzes zu politischen Protestereignissen, der im Rahmen des Dissertationsvorhabens erstellt wurde, wird für drei Länder (Indonesien, Südkorea und Thailand: 1986–2005) der Zusammenhang zwischen Massenmobilisierung und entscheidenden Etappen des politischen Transitionsprozesses systematisch analysiert. Gemessen wird hierbei der Erfolg von Protestbewegungen anhand der Erlangung von politischen – aber auch sozialen und Wohlfahrtsstaatsrechten.