Democracy and New Media

Dienstag, 19. April, 18:15-20:00, Universität Zürich, KOL-G-217, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Das Institut für Publizistik und Medienforschung (IPMZ) präsentiert in Zusammenarbeit mit dem UFSP Asien und Europa sowie dem Jamia Millia Islamia's Centre for Culture, Media and Governance (CCMG) eine Podiumsdiskussion zum Thema "Demokratie und Neue Medien". Die Podiumsdiskussion wird komplett auf Englisch geführt.

Die Teilnehmenden äussern sich zu folgenden Themenschwerpunkten:

Begrüssung und Einführung:

Prof. Dr. Andreas Fischer, Rektor der Universität Zürich


Prof. Dr. Andreas Fischer, Rektor der Universität Zürich, am 19.04.2011

Rektor Andreas Fischer eröffnete die Veranstaltung und betonte in seinem Grusswort vor allem die Bedeutung der stetig erweiterten internationalen Kooperationen der Universität Zürich.


Prof. Dr. Katajun Amirpur vom UFSP

In ihrem Referat analysierte Katajun Amirpur den Einfluss, den soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook auf die "Grüne Revolution" in Iran 2010 hatte. Sie kam zu dem Ergebnis, dass der Einfluss dieser Netzwerke im Westen spürbar überschätzt wird und konventionelle Medien, wie Fernsehsendungen, den grösseren Einfluss auf Meinungsbildung und Informationsdistribution haben.


Frank Esser vom Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung, 19.04.2011

Frank Esser thematisierte die Auswirkungen einer stärkeren medialen Durchdringung gegenwärtiger Gesellschaften. Auch die Verschränkungen zwischen führenden medialen Akteuren konventioneller Medien und politischen Akteuren thematisierte Frank Esser in seinem Vortrag.


Prof. Dr. Vibodh Parthasarathin vom Jamia Millia Islamia's Centre for Culture, Media and Governance, New Delhi, 19.04.2011

Auch Vibodh Parthasarathin sieht das Potential sozialer Netzwerke und neuer Medien im Hinblick auf ihr politisches Potential kritisch. Er verweist zum Beispiel darauf, dass Erhebungen bezüglich der Verbreitung von DSL-Anschlüssen in Indien das enorme Gefälle zwischen urbanen Zentren und ländlichen Regionen zu wenig berücksichtige.

Daraus folgert er, dass letztlich nur ein sehr geringer Bruchteil der indischen Gesellschaft in den digitalen Netzwerken repräsentiert ist. Ausserdem sei trotz teilweise recht hoher Nutzer- oder Abonnentenzahlen die effektive Bereitschaft zu politischem Aktivismus geringer als oftmals angenommen werde